Episode 14: Zusammen auf einer Wellenlänge
Shownotes
Fachlich und menschlich auf einer Wellenlänge zu sein ist für die Partner einer Gemeinschaftspraxis ein echter Glücksfall. Dr. Claudio Cacaci und Dr. Peter Randelzhofer betreiben seit 15 Jahren das Implantat Competence Centrum in München. Aus ihrer Referententätigkeit ist bekannt, dass sie die Implantologie immer aus der prothetischen Brille betrachten und demzufolge sehr großen Wert auf ein möglichst perfektes Zusammenspiel zwischen Chirurgie und Prothetik legen. Welchen besonderen Schwierigkeiten begegnen sie im Praxisalltag? Wie werden die Patienten in die Therapieentscheidung einbezogen? Wie ist die Herangehensweise bei besonders herausfordernden Fällen? Und welche digitalen Tools haben sich bewährt? Diese Fragen und ein Exkurs zu den Konzepten im zahnlosen Kiefer und bei älteren Patienten waren die Themen im VOI Interview.
Das Video zu dieser Podcast-Episode hier. Alle Voices of Implantology-Videos unter https://www.voices-of-implantology.com/.
Transkript anzeigen
00:00:04: Dr. Claudio Cacaci und Dr. Peter Randelzhofer betreiben in München
00:00:07: das Implantat-Kompetenzzentrum zum Zeitpunkt ihrer Gründung waren sie schon alles andere
00:00:13: als implantologische Newbies sondern schon gestandene Referenten, jeder kennt sie in der
00:00:18: Szene von der fachlichen Seite her wussten sie sehr gut auf was sie sich einlassen,
00:00:23: aber wie sieht es mit der menschlichen Seite aus und vor allem wie haben sich ihre Konzepte
00:00:27: im Laufe der letzten 15 Jahre über den doch recht langen Zeitraum weiterentwickelt dies
00:00:33: und mehr möchten wir heute mit Claudio und Peter sprechen. Schön, dass ihr hier seid,
00:00:39: wie habt ihr euch eigentlich kennengelernt? Schon so lange her gell, ich weiß noch gut, das war auf
00:00:47: der Fortbildung der internationalen Studiengruppe im Bereich Implantologie natürlich und
00:00:51: wir haben uns da abends getroffen im Hotelgang, na an der Bar war das, da bist du mit deiner,
00:00:57: es war im Gang und dann mit deiner Frau bist du da noch angetanzt hey Peter stell dich doch zu
00:01:02: und trink man noch einen und da konnte er nicht widerstehen. Genau ja so war das dann haben wir
00:01:07: fachliche Themen besprochen was die gemeinsame Zukunft angeht ja und Peter hat mir erzählt,
00:01:13: dass er eigentlich wieder nach München oder Garmisch zurückkommen möchte und ich hatte mich ja
00:01:18: damals schon von meinem Expartner getrennt vom Jan Hajtó hatten ja beschlossen den gemeinsamen Weg
00:01:25: aufzugeben weil ich mich mehr auf implantologische Themen dann konzentrieren wollte und da kam der
00:01:31: Peter genau richtig hab ich gesagt hey so ein wie dich so ein suche ich letztendlich ja es hat mir
00:01:36: natürlich geschmeichelt und dann habe ich hab wir gleich zugesagt am Abend noch und am nächsten Tag
00:01:41: haben wir uns kurz getroffen und haben uns noch mal versichert, dass es ernst gemeint
00:01:47: war und im Grunde war das eigentlich alles was mir ausgemacht haben und dann haben es umgesetzt. Nun
00:01:53: sind 15 Jahre rum was ist so euer Rezept für eine funktionierende Partnerschaft? Ich glaube man muss
00:02:02: einfach verstehen, dass man im Team erfolgreicher ist und das Mitnehmen sich austauschen dem anderen
00:02:07: auch Erfolg können und das haben wir immer gemacht und deswegen gab es eigentlich auch nie
00:02:12: irgendwelche größeren Probleme, immer verstanden haben, dass wir gemeinsam erfolgreicher sind. Ja
00:02:19: der Austausch ist total wichtig das ist das ist mir total wichtig wenn der Peter mal drei
00:02:24: Wochen in Urlaub ist dann merke ich das auch das fehlt mir und da finde ich dann eigentlich immer,
00:02:30: dass ich dann denke Mensch, wann kommt er dann wieder. Das doch schön, das geht mir auch so
00:02:36: und und immer wenn wir uns gegenseitig holen wird's eigentlich richtig spannend weil endlich
00:02:42: entweder irgendwas ganz Tolles passiert ist oder irgendein totales Problem da ist was wir gemeinsam
00:02:48: besprechen müssen wo wir uns überlegen wie lösen wir das oder ein schwieriger Fall und ja das ist
00:02:53: immer sind wir die Highlights eigentlich. Nein das ist toll, wenn man sich auf der Ebene austauschen
00:02:57: kann und ich mein wer hat denn das und du hast ein breiteren Rücken wenn man was ist hast noch ein
00:03:01: Kollegen da der zusammen mit dir entscheidet und gibt schon Sicherheit auch. Du bist Oralchirurg,
00:03:08: du klassischer Zahnarzt von Dir habe ich den Ausspruch Implantologie ist Prothetik mit einer
00:03:12: chirurgischen Komponente seht euch jetzt nun mehr als Chirurgen oder mehr als Prothetiker? So wie es
00:03:19: der Satz sagt also die chirurgische Komponente ist total entscheidend aber vor der Chirurgie kommt
00:03:25: immer die Prothetik das ist ja wie du immer sagst ein prothetisches Problem was wir lösen müssen
00:03:31: und das geht oftmals verloren im Fokus es wird irgendwas behandelt, Knochen irgendwo hingemacht,
00:03:37: Implantate irgendwo hingemacht und wenn dann der Prothetiker dann das nach Hause bringen muss,
00:03:43: dann fangen die großen Probleme, dann wirklich erst an und das ist bei uns eigentlich nie ein
00:03:49: Thema. Du hast einmal den Prothetiker Hut auf und einmal hast du den Chirurgenhut auf genau
00:03:53: so und dann gibt's den Zahntechniker noch auf Augenhöhe wichtig und dann macht das glaube ich
00:04:00: richtig der Herangehensweise an solche Fälle. Wo seht ihr so die Schnittstelle zwischen Chirurgie
00:04:05: und Prothetik wahrscheinlich sind es mehrere was ist da so besonders markant im Workflow
00:04:10: wo man sich besonders gut absprechen muss auch vielleicht? Gleich von Anfang an du hast ein
00:04:15: Problem ein prothetisches Problem immer Patient steht vor Zahnverlust oder hatten schon erlitten
00:04:21: und dann geht's letztendlich darum wie sieht die Karosserie aus, wie soll das Auto später aussehen,
00:04:29: soweit in der Automobilindustrie genau das gleiche es wird erst die Karosserie entworfen und was das
00:04:33: Auto dann zum Fahren bringt, Fahrwerk, Motor, alles mögliche, das kommt dann im Nachhinein
00:04:38: hinein und zwar wird so eingebaut, dass die Karosserie nicht verändert werden muss und das ist
00:04:42: letztlich bei uns ja genau das gleiche. Prothetik steht am Anfang. Die Ästhetik entscheidet sich
00:04:50: ja oftmals gerade so am Übergangsbereich von Rot zu Weiß. Ja da siehst du die die Schwierigkeiten
00:04:56: natürlich auch die biologischen ne wo du dann sagst bekomme ich das hin, traue ich mal das
00:05:00: zu so viel aufzubauen vertikal vor allem dann das Hauptthema eigentlich horizontal haben wir relativ
00:05:06: gut im Griff und dann ist die Entscheidung welches Konzept kann ich denn anbieten was kann ich in
00:05:11: meinen Händen gut umsetzen vorhersagbar und und dann wird geplant und dann wird vorher festgelegt
00:05:18: mit welcher chirurgischen Technik ich dahin kommen möchte und auch sollte und dann wird operiert und
00:05:24: dann wird es prothetisch dann kompensatorisch die die Stellen die man jetzt so gut hinbekommen hat
00:05:29: prothetisch ausgeglichen ja oder wenn man es nicht muss natürlich noch schöner dann
00:05:33: wird's umgesetzt. Ja und wenn man es gut plant, kennt man die Fallsticke dann oder sollte man
00:05:38: sie schon im Vorhinein kennen das kannst du mit deinem Patienten dann besprechen,
00:05:42: rosa Keramik oder was auch immer das Problem später sein wird und nicht erst wenn es dann
00:05:47: zu spät ist also im Vorfeld das alles besprechen und einfach die Möglichkeiten die wir haben klar
00:05:53: auf den Tisch legen und dann entscheidet man sich mit dem Patienten zusammen. Könnt ihr da noch so
00:06:00: ein paar Beispiele nennen für gute funktionierende Konzepte gerade in der transgingivalen Zone wie
00:06:06: er da vorgeht? Du musst auf jeden Fall ein Setup exup haben finde ich was du anprobieren kannst im
00:06:12: Bund vom Patienten ja je nach Situation natürlich aber auch ohne Lippenschild oder so einfach die
00:06:16: weiße Ästhetik musst du anprobieren da geht's um Phonetik, um Funktion und und dann siehst du auch
00:06:22: wo es fehlt wo Volumen fehlt das wird dann immer horizontal sein und zu einem Maße vertikal, wo
00:06:29: muss sich halt dann entscheiden muss bekomme ich das hin festsitzend, brauche ich ein Lippenschild
00:06:34: oder brauche ich Knochen aus einer anderen Region kann ich minimal invasiv arbeiten wie wir es gerne
00:06:39: tun wenn es es her gibt welches Ersatzmaterial die ganzen Geschichten werden dann abgeklärt
00:06:45: was zur Anwendung kommt und und dann legst du den Plan fest und dann musst du natürlich
00:06:49: auch wenn du dann den Plan ausführst flexibel sein und reagieren können, ja wenn du merkst
00:06:54: intraoperativ das eine funktioniert nicht, dir bricht eine Knochenlamelle weg, du musst umplanen,
00:06:59: du kannst nicht implantieren und augmentieren, ja dann musst du eine andere Schublade aufmachen
00:07:04: aus deiner Erfahrung aus dem Know-How und dann sagen okay wir bauen erst Knochen auf mit der
00:07:08: Methode und Patienten dann mitteilen wir mussten Zwischenschritt machen und so weiter, das sind
00:07:13: Dinge, die sich immer wieder aus der Behandlung auch ergeben können. Das kann man nie ganz
00:07:17: ausschließen glaube ich, dass du, dass du nicht umschwenken musst oder hast ein Heilungsproblem
00:07:22: ja in den Fällen wo das mal auftritt und dann muss das natürlich auch gelöst werden.
00:07:30: Welchen größten Schwierigkeiten begegnet ihr so im im Alltag, sind sage ich mal so die kommunikativen
00:07:36: Themen damit alles gut abgestimmt läuft mit den anderen Partnern oder sind es dann doch
00:07:40: eher so biologische Limitationen? Oder noch was anderes? Nein, wenn wir wenn wir jetzt unsere
00:07:46: Arbeit sehen dann sind wahrscheinlich eher so die biologischen Limitationen mit dem wir kämpfen oder
00:07:52: zu tun haben und sonst im Alltag haben wir wie jeder Unternehmer halt auch unsere Probleme,
00:07:58: mit Personal mit Bürokratie, mit ständig wechselnden Vorschriften und und und,
00:08:02: das musste auch unter einen Hut bringen und am Ende des Tages musste du dann auch dich freuen,
00:08:07: dass du am nächsten Tag wieder in die Praxis kommst ja das ist so ein Spagat der den muss
00:08:13: man bewältigen aber zu zweit geht es gut. Sind wir wieder bei dem Eingangsthema.
00:08:18: Doch auch kleine Unternehmer wo das einfach auch stimmen ja muss stimmen natürlich und
00:08:21: wo du guten Partner brauchst an deiner Seite auch mit den Produkten, die man arbeitet und
00:08:27: Mitarbeiter, ach ich dachte du meinst mich - dich haben wir schon abgefrühstückt das ist ja klar.
00:08:34: Wenn ihr jetzt so ein hochkomplexen Fall habt von mir aus zwei nebeneinanderstehende Implantate in
00:08:38: der Front großer vertikaler Verlust etc. was ist da so euer euer Tipp für die Kollegen wie man das
00:08:46: lösen kann oder wenn man sich dann ja bisschen ... Ja also ich würd jetzt aus dem Bauch aus
00:08:50: zuerst sagen du brauchst den besten Zahntechniker den du haben kannst in deiner Umgebung für diesen
00:08:54: Bereich das hilft schon mal sehr viel was die Prothetik angeht ja und dann muss muss
00:08:59: natürlich überlegen bekomme ich chirurgisch hin, wie löse ich es was ist sinnvoll oder muss ich da
00:09:05: noch jemand dazu holen, der dann vielleicht da noch mal in dem anderen Gebiet was kann,
00:09:10: was ich nicht so gut beherrsche, bei uns z.B. es dann wenn wir Hüftknochen brauchen oder ganz große
00:09:15: Fälle haben, wo man dann sagen wir brauchen noch einen Kollegen der das abdeckt oder ein
00:09:19: Kieferchirurgen, der ist dann mit uns zusammen plant. Welche prothetischen Konzepte verfolgt
00:09:26: ihr vornehmlich im zahnlosen Kiefer? Ja das ist ein großes Thema kommt immer ganz individuell
00:09:34: auf den Fall drauf an welche Ansprüche, welche Vorstellungen hat der Patient, will er die Zähne
00:09:39: an einem Tag innerhalb von 24 Stunden innerhalb von 3 Stunden haben das gibt so viele Konzepte,
00:09:45: die muss man sich letztendlich ganz individuell auf die Biologie des Patienten, auf seine Anatomie
00:09:51: und auf seine Vorstellungen einfach dann runterbrechen, was es für Möglichkeiten gibt,
00:09:56: aber am liebsten ist für uns eigentlich die festsitzende Prothetik, dann müssen
00:10:01: wir diskutieren verschrauben oder zementieren auch da würden wir sagen in manchen Fällen finden wir
00:10:06: die Verschraubung besser und in anderen die die Zementierung, da hat alles Vor- und Nachteile und
00:10:11: wie du gesagt hast Claudio, man muss es glaube ich individuell anschauen, was habe ich für Patienten,
00:10:16: wie sind die Platzverhältnisse, wie sind die Ansprüche und dann machen wir alles wir machen
00:10:20: mal Lokatorenarbeiten vielleicht selten aber auch das machen wir mal, wir machen Stegarbeiten,
00:10:25: die helfen immer bei den herausnehmbaren oder Doppelkronen. Wenn jetzt sehr alte Patienten
00:10:29: vor euch habt 80 vielleicht schon über 80, 85 noch mal mit dem Wunsch einer neuen Versorgung
00:10:36: für die letzten 10, 15 Lebensjahre was würdet dem raten zu welcher Versorgung. Die meisten
00:10:42: 80-Jährigen, wenn ich jetzt so nachdenke, die sagen ja eher so lang lebe ja gar nicht mehr,
00:10:48: nein es kommt drauf an auch auf den biologischen Zustand des Patienten, wir versuchen natürlich
00:10:54: ja das ist ganz wichtig dir den Patienten anzuschauen, ist der manuell überhaupt fähig
00:10:59: seine Prothetik dann putzen zu können und zwar nicht nur manuell sondern auch visuell muss es
00:11:03: ja auch sehen - wie lange noch und wie lange noch und da ist es natürlich dann völlig individuell
00:11:09: die Prothetik auf dem Patienten letztendlich abzustimmen, das ist das Entscheidende und das
00:11:15: sind so viel Faktoren eigentlich die du berücksichtigen musst und wir wollen 80,
00:11:20: 85-Jährigen oder Jährige nicht mit umfangreicher Chirurgie, 5 Stunden, 6 Stunden lang quälen, das
00:11:26: geht nicht. Genau genau das finde ich auch, wenn der Knochen das nicht hergibt und du musst extreme
00:11:31: Kunststücke machen um dem Implantate irgendwo einzubauen, dann nehme ich die Plätze die ich habe
00:11:36: wo ich es relativ einfach machen kann und versorgt den sicher und und dann einfacher ja natürlich
00:11:40: also das kann auch dann nicht sein, dass man Hüftknochenaugmentate macht oder so Geschichten
00:11:45: bei älteren Patienten und den nicht mobil halten kann dann eventuell also das geht gar nicht dann
00:11:51: einfach schauen keine Kunststücke machen sicher und vorhersagbar bearbeiten glaube ich steht im
00:11:55: Vordergrund und dann wenn die noch viele Zähne haben gibt da durchaus Patienten die noch ganz
00:12:00: viele Zähne haben die dann raus müssen vielleicht dass man dann doch überlegt ob man sogar in eine
00:12:04: feste Arbeit reingeht ja ja und den Knochen nutzt der da ist gehalten durch die Zähne weil die
00:12:10: damit auch oft extrem gut versorgt sind gerade wenn ja das ist immer das das komische Problem
00:12:18: wo man sagt Reinigbarkeit, sie können es dann vielleicht nicht mehr reinigen ist fest drin ist
00:12:23: natürlich auch ein Nachteil, herausnehmbar sehr komplex haben sie aber auch Probleme eventuell,
00:12:27: dass es immer rausnehmen dann oder schwierig oder auf dritte angewiesen sind, Pflegepersonal,
00:12:33: die damit ihre Schwierigkeiten dann haben das ist sehr komplexes Thema der Punkt ist glaube ich bis
00:12:37: heute nicht gelöst. Nein es gibt kein Rezept wo man sagen kann damit hast Du Erfolg dann musst du
00:12:42: schauen wer ist da, wie ist die Versorgung, wer hilft ihm und wie muss man es lösen,
00:12:49: also da gibt's kein kein Grundkonzept aber sehr schwieriges Thema finde ich.
00:12:52: Kommen wir noch ein bisschen auf die digitalen oder technologischen Möglichkeiten, die sich heute
00:12:57: bieten, mag in dem ein oder anderen Konzept natürlich wichtig sein, in der Vorbereitung,
00:13:02: auf was baut ihr da heute oder wo haben vielleicht digitale äh Technologien analoge in eurem Workflow
00:13:09: schon ersetzt oder auch nicht? Also definitiv vor vielen vielen Jahren die Fotografie, das machen
00:13:16: wir schon sehr lange digital auch das Röntgen ist digital komplett abgelöst CAD/CAM Abutments
00:13:23: schon seit vielen Jahren schon seit 2006 glaube ich haben wir da die ersten gemacht, mit Copycat
00:13:29: Systemen, also es ist im Prinzip so eine Mischung aus digitalen Hilfsmitteln und immer noch analoger
00:13:37: Arbeit, ja wir arbeiten analog mit unseren Händen und auch der Zahntechniker muss immer
00:13:43: noch analog arbeiten bei bei den hochästhetisch anspruchsvollen Fällen muss der Techniker sicher
00:13:49: analoge Herangehensweisen wählen, sonst wird es nicht individuell das Ergebnis und bei effizienten
00:13:57: Möglichkeiten, die umzusetzen da se ich ein großen Vorteil in der digitalen Arbeitsweise ja gerade
00:14:03: wenn es effektiv günstig sein kann und und soll dann kann man da viel machen glaube ich. Ja und
00:14:08: man darf wenn ich das nur sagen kann man man sieht dass die Zahntechnik durch die
00:14:11: ganze Digitalisierung also CAD/CAM Technologie in der breiten Masse deutlich besser geworden
00:14:17: ist oder also die ganze Gussproblematik, die wir damals alles hatten, heute wird schön gescannt,
00:14:23: gefräst und es sieht deutlich besser aus als das was vor 25 Jahren hatten. wo wir als erstes mal
00:14:29: den Kronenrand abgetastet haben ob dicht ist ja, das hast du ja heute nicht mehr. Gibt's aktuelle
00:14:34: Entwicklungen jetzt mal egal welcher welcher Art die ihr spannend findet oder sage ich mal ja auf
00:14:43: was ihr euch freut was vielleicht noch bisschen in den Kinderschulen steckt, aber worauf ihr euch
00:14:46: drauf freut ist sage ich mal ein bisschen zu vertiefen? Also wir waren ja immer sehr in der
00:14:50: Schnittstelle rotweiß tätig und haben probiert mit Zahnscheiben das Weichgebe zu stabilisieren
00:14:56: oder mit in irgendwelche Gingivaformern, die die es ja jetzt auch gibt konsequent durch organisiert
00:15:02: mit Abformpfosten gleich Emergenzprofil drauf haben uns früher selber gebastelt teilweise,
00:15:08: da waren wir immer schon sehr mit beschäftigt hier ein gutes Ergebnis herauszuholen und wir schauen
00:15:14: uns gerade das Thema eigentlich an früh versorgen, das heißt Implantate setzen mit einem mit einer
00:15:20: guten Stabilität und die dann auch prothetisch zu versorgen, zu vernähen um die Prothetik außen rum
00:15:27: um auch bei mehreren Implantaten Weichgewebe oben zu halten, das ist ein Thema was wir uns anschauen
00:15:31: wollen. Ja das ist ja eigentlich auch nichts Neues aber durch die ganzen technologischen
00:15:36: Möglichkeiten und Neuerungen wird halt dann doch deutlich einfacher gemacht, ich mein die digitale
00:15:42: Planung, die wir ja auch schon seit zig Jahren, ich weiß gar nicht 2010 oder so haben wir damit
00:15:47: angefangen, das hat sich deutlich verbessert, ist viel benutzerfreundlicher geworden ähm, wir
00:15:54: experimentieren gerade mit dynamischer Navigation rum wir haben wir eine sehr schöne Maschine stehen
00:16:01: erfordert sehr viel Input vor der Operation aber hilft dann auch intraoperativ sich doch
00:16:07: dann besser zu orientieren und das finde ist finde ich ist eine ganz spannende Geschichte
00:16:11: im Moment oder? Das sind so die Themen wo wir uns gerade bisschen ja reinvertiefen wollen zumindest
00:16:20: neue Materialien Biomaterial ist auch immer ein Thema, Weichgewebsmanagement optimieren gerade
00:16:26: bei euch jetzt natürlich NovoMatrix als Thema als Vorteil, wie weit kann man gehen, wie kann man es
00:16:31: einsetzen wo. Entscheidend ist sicherlich, dass sage ich mal ja eure Behandlungszeit irgendwo
00:16:37: ja nicht durch die Dinge noch zusätzlich beansprucht wird, sondern dass es eigentlich eher
00:16:42: dann die Effizienz wahrscheinlich weiter steigert und natürlich das Ergebnis. Effizienzsteigerung
00:16:46: ist ganz entscheidend weil du möchtest ja nicht noch mehr Zeit in irgendwas reinstecken und
00:16:51: dann zum gleichen Ergebnis kommen was du vorher eben auch schon hattest, was natürlich toll ist,
00:16:54: du kannst scannen beim Implantieren, ich mein das allein ist schon super Vorteil,
00:16:58: du setzt das Implantat, machen wir auch nicht immer aber grundsätzlich eigentlich eine super
00:17:02: Idee, es wird implantiert, du kannst dann das Implantat die Position festhalten digital und
00:17:07: kannst was vorbereiten für die Freilegung oder für später schon mal, das sicher was wo ich wo
00:17:14: ich das ganz stark punkten sehe, die digitale Technik. Okay vielen Dank für eure Einblicke
00:17:21: gestern heute und vielleicht auch in Zukunft und ja vielleicht sehen wir uns in 15 Jahren wieder
00:17:29: und diskutieren was dahin bis dahin aktuell ist. Vielen Dank euch beiden, danke auch. Gerne
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