Episode 13: Biologie als roter Faden
Shownotes
Dr. Ralf Masur hat als junger Zahnarzt den Fokus sehr früh auf die Implantologie gelegt. Weit über 50.000 gesetzte Implantate sind eine Seite der Medaille, der Erfolg die andere. Wer mit ihm über Implantologie spricht, bekommt schnell eine Ahnung von seiner Behandlungsphilosophie. Die biologischen Grundprinzipien und der mit dem Implantat verbundene Mensch mit seinen individuellen Wünschen und Voraussetzungen ziehen sich hier wie ein roter Faden durch. Von zentraler Bedeutung angesichts der vielen Implantate ist die Frage, wie man eine stabile Umgebung schafft, um die Versorgungen zu einem langfristigen Erfolg zu führen. Je nach Patientenwunsch spielen in seiner Praxis schon seit Ende der 90er-Jahre Sofortbelastungskonzepte eine wichtige Rolle. Darüber hinaus geht er darauf ein, wie er bei der Vielzahl an Fällen die präimplantologische Planung managt und wie ihn sein Team bei der Patientenberatung unterstützt.
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Transkript anzeigen
00:00:04: Dr. Ralf Masur hat Anfang der 90er Jahre als junger Zahnarzt den Weg in Richtung
00:00:08: Implantologie eingeschlagen und widmet sich diesem Fach seitdem mit großer Leidenschaft,
00:00:13: wir sprechen mit ihm in dieser VOI-Folge über seine Behandlungsphilosophie, Arbeitsweise
00:00:18: und Erfolgskonzepte. Ralf, du hast seit nun mehr fast 30 Jahren in eigener Praxis über
00:00:25: 50.000 Implantate gesetzt bei nachgewiesen hoher Erfolgsquote, das deutet, du verfügst über immens
00:00:31: viel Erfahrung und deine Konzepte haben in der Regel sehr lange Bestand. Never change a running
00:00:37: system mag auf dich wirklich zutreffen, auf der anderen Seite wissen wir, dass du ständig bestrebt
00:00:43: bist innerhalb deiner Behandlungsphilosophie die Handgriffe zu optimieren und die Routinen auf das
00:00:49: nächste Level zu bringen. Mich würde als erstes interessieren wie du deine Erfahrungskurve über
00:00:54: die sehr lange Zeit beschreibst und an welchen Stellschrauben im Sinne von Einflussfaktoren,
00:01:01: nicht Implantaten, du ja am meisten geschraubt hast über die Dauer? Vielen Dank lieber Olli,
00:01:09: es ist wirklich so, dass die ersten Jahre auch viel Probieren bedeuten, man nimmt viele
00:01:16: Empfehlungen und Vorgehensweisen auf und auch ich habe meinen Weg dann erst selbst gefunden und mein
00:01:24: Konzept und da ist hilfreich wenn man z.B. viel fotographisch dokumentiert um sich da da auch ein
00:01:30: bisschen selbst zu kontrollieren oder auch zu beobachten bei dem Verfeinern kann ich sagen,
00:01:37: habe ich deutlich vereinfacht im Sinne von z.B. Instrumente weggelassen man kann sich
00:01:43: am einfachsten vorstellen früher hatte ich glaube ich 30 OP-Instrumente, jetzt haben wir nach Corona
00:01:48: noch mal reduziert 8 bis 10 und ähm so ist es dann auch mit den einzelnen Schritten bei der Operation
00:01:56: vom Aufklappen bis zum Implantat-Bohrstollen. Welche Verbesserungen hast du so in der jüngsten
00:02:02: Zeit ähm eingeführt? Auch noch mal einfach beim Weichgewebe vielleicht konsequenter
00:02:09: ähm vorzugehen, Raspatorien weggelassen, wieder Instrumente und den autologen Knochen einfach
00:02:17: wieder mehr in den Fokus zu legen weil er ja die Grundlage fürs Weichgewebe ist,
00:02:22: autologer Knochen ist aber natürlich auch bei uns der Grundbaustein. Okay, das bringt mich
00:02:27: zur nächsten Frage ähm in einer Dissertation die auch an der LMU veröffentlicht wurde, ist belegt,
00:02:35: dass in deiner Praxis über Zeitraum von 16 Jahren die Survivalrate an die 99%, 98,6% beträgt,
00:02:46: das bedeutet die Biologie scheint sehr stabil zu sein und welche ja, welche Maßnahmen,
00:02:51: welche Grundprinzipien führen deiner Meinung nach ja zu diesem großen Erfolg oder darauf zurück? Die
00:02:58: Studie war tatsächlich für uns sehr interessant weil sie ja der federführende Professor Flo
00:03:05: Beuer begleitet und auch dann interpretiert und kommentiert hat und wir haben sehr viel daraus
00:03:11: gelernt, es war eine sehr hohe oder ist eine sehr hohe Erfolgsquote, die zum einen daran liegt, wenn
00:03:20: man in Schritten vorgeht nicht alles auf einmal macht, wir haben sehr konsequent Extraktion,
00:03:26: Augmentationen, Implantationen nacheinander ausgeführt, das ist ja im Vergleich zu heute
00:03:31: vielleicht ähm noch mal zu diskutieren und zum Zweiten hat sich gezeigt, wenn man dieses Vorgehen
00:03:38: so konsequent umsetzt ist es nachvollziehbar, das heißt auch von verschiedenen Operateuren mit sehr
00:03:44: hoher Erfolgsquote umsetzbar und die Zeitspanne hat gezeigt, dass die Biologie auf diese Weise die
00:03:52: Implantate mit der Umgebung des eigenen Gewebes, dicker Knochen, dickes Gewebe sehr lange stabil
00:03:58: und entzündungsfrei. Aus der Dissertation geht auch hervor, dass die vergleichsweise wenigen
00:04:03: Explantationen nur zu einem sehr geringen Bruchteil auf Periimplantitis also sag mal
00:04:10: auf biologische Vorgänge zurückzuführen sind, das bedeutet, es scheint sehr stabil zu sein
00:04:15: und das sind wir dann letztendlich bei der transgingivalen Zone am Übergang vom Implantat
00:04:21: zur Zahnkrone und vielleicht können wir noch mal ein bisschen auf den Bereich fokussieren,
00:04:25: welche Konzepte du da präferierst. Wir sind eigentlich, sehr konsequent in der Anwendung
00:04:31: der maschinierten Implantatschulter das heißt hier die biologische Breite automatisch weg vom
00:04:41: biologischen Spalt und es hat sich gezeigt, das haben wir dann in den jüngeren Jahren gemacht,
00:04:47: wenn man z.B. mit Plattform-Switch Aufbauten arbeitet, dass man da dem Weichgewebe vielleicht
00:04:53: in dünneren Schleimhautypen noch mal ein bisschen Raum schaffen kann, entscheidend ist sicherlich,
00:04:58: es nennt man die 1 mm Regel, dass mindestens 1 mm biologisch durchbluteter autologer Knochen
00:05:05: um das Implantat die Garantie etwas ist, um dann periimplantäre Entzündungen auch abzufedern oder
00:05:14: entsprechend zu verhindern und tatsächlich war bei dieser großen Implantatzahl schon
00:05:19: von anderen Kollegen mal zu hören, dass uns die Periimplantitiswelle vielleicht
00:05:24: überraschen wird aber das kann ich tatsächlich verneinen. Periimplantitis ist
00:05:29: dadurch wirklich vernachlässigbar nahezu. Okay was extrem erfreulich ist natürlich ja hast es ja bei
00:05:37: deinen Patienten dokumentiert über nun mehr fast 30 Jahren. Ein Problem, dass man in der Nachsorge
00:05:43: tatsächlich die muss natürlich funktionieren da merkt man die Unterschiede ohne Prophylaxe Konzept
00:05:48: ähm ist das ganze natürlich wackliger, das ist gar keine Frage aber wenn man die Prophylaxe ich sag
00:05:54: mal zwei bis vier Mal Tendenz drei vier Mal im Jahr durchführt dann hat man dann sehr stabile
00:06:00: Umgebung gegen die bakteriellen Entzündungen. Okay kommen wir noch mal in den Bereich rein
00:06:08: des OP-Ablaufes, haben wir vorher drüber gesprochen, dass du da sage ich mal vieles
00:06:13: vereinfachst Dinge weglässt nun hat sich natürlich die Welt weitergedreht sehr viel ist digital heute
00:06:19: abbildbar eigentlich für jeden Schritt der der Behandlung gibt's Tools etc. inwiefern sind die
00:06:26: bei dir eingeflossen oder wo bist du da gerade so am experimentieren was bietet dir da Mehrwert
00:06:32: aus heutiger Sicht? Natürlich darf man nicht stehen bleiben und muss auch die Möglichkeiten
00:06:37: die es heute gibt immer wieder mit einbauen oder berücksichtigen ich bin als Behandler vielleicht
00:06:44: manchmal der Langsamste um das Ganze auch richtig anzuwenden aber die digitale Technologie ist
00:06:50: sicherlich die Zukunft wir haben überall in unseren Praxen auch die Scan-Technologie jetzt
00:06:55: eingesetzt aber selbst da kannst du ohne Training die Scans zu voll machen dadurch auch wieder
00:07:02: Probleme erzeugen also die Lernkurve bleibt nicht aus macht's auch spannend und interessant und ohne
00:07:08: eine gute Team-Kommunikation also auch dann den Spiegel vorgesetzt kriegen wo man vielleicht als
00:07:15: Startpunkt einen Fehler gesetzt hat kannst du dich nicht verbessern aber ich glaube,
00:07:20: dass die digitale Technologie nicht nur in der Planung entscheidend ist für die gerade
00:07:25: für die jüngeren Kolleginnen und Kollegen sich in die Thematik intensiv vorzubereiten es hat
00:07:32: viel mit dreidimensionalen Vorstellungen zu tun und da hilft es sehr. Ich sehe für uns
00:07:37: ein sehr großen Nutzen in der Fertigung für die Zahnkronen, Zahntechnik diese
00:07:42: überschneidenden fertigstellenden, prothetischen Themen zahntechnisches Handwerk wird weniger die
00:07:49: menschlichen ähm Freaks und und Könner werden leider in Deutschland auch weniger und die
00:07:54: Maschinen können ganz tolle Arbeit leisten und entlasten und da sehe ich ein einfach in den
00:07:59: digitalen Abläufen schon für den Standort bei uns einfach eine große Sicherheit und Zukunft. Okay
00:08:05: das Thema Fallplanung ist auch gefallen, gerade von dir, das hatte ich mir auch noch notiert,
00:08:11: du bist Teamplayer dementsprechend also auch sehr stark mit prothetischen Gedanken ausgerüstet und
00:08:18: auch arbeitest sehr eng mit der Zahntechnik zusammen wie läuft es so in der Praxis bei
00:08:22: euch ab wenn ihr an die Fälle rangeht von der Kommunikation her und einfach von den ja von
00:08:28: den Unterlagen die du vielleicht auch brauchst ähm um Fall dann auch zu Ende zu planen um Patienten
00:08:35: zu sagen wo wo geht die Reise hin, wie läuft es in der in der Interaktion da dann letztendlich
00:08:42: bei dir auch klar die Überweiser mit mit im Boot ähm bei der Großzahl an oder ja bei den vielen
00:08:48: Implantaten letzten Endes? Das ist interessant was du ansprichst und wir sind ja in unseren
00:08:53: Standorten wir haben mehrere auch unterschiedliche Behandlertypen und Behandler, Altersstufen,
00:09:01: die Jungen sind sehr sehr digital und sehr digital, wenn die Prothetik im eigenen Haus
00:09:07: gemacht wird, wenn ich jetzt auf mich Blicke und die Zusammenarbeit mit den regionalen Überweisern,
00:09:14: wir haben ja in Bad Wörishofen eine ländliche Region, da muss man auch immer berücksichtigen,
00:09:19: was will der Patient und wenn wir die ganzen Fallveröffentlichungen als Optimalfälle manchmal
00:09:26: sehen, ist natürlich zu berücksichtigen, dass die Patienten aus Angst aus finanziellen Hintergründen
00:09:33: vielleicht nur Teillösungen wollen, sodass dann häufig eine sehr aufwendige Vorplanung gar nicht
00:09:40: so im Mittelpunkt stehen stehen muss, wenn es sich um Freiendsituationen oder Ähnliches handelt,
00:09:46: ist natürlich für den geübten Zahnarzt, ich sollte jetzt die Übung dann schon mitbringen,
00:09:53: m auch die Operation prothetisch orientiert möglich, aber auch nur weil ich sehr viel
00:09:58: prothetisch Wissen mir antrainiert habe das ist sicherlich ganz arg wichtig in der Lernkurve,
00:10:04: dass man zahntechnisch, prothetisch viel weiß bis Situationen erkennt, mit dem Zahntechniker
00:10:10: austauscht, sich Modelle auch mal anschaut um dann erst in die Operationsplanung zu gehen,
00:10:16: das ist sicherlich enorm hilfreich um Abweichungen Knochen zur prothetischen Versorgung frühzeitig
00:10:23: zu erkennen, das ist sicherlich ein Manko wenn ich diesen Blick nicht vorher Abrufe sprich eine
00:10:29: Vorarbeit im Sinne von wirklich äh Dingen, die man dann auch Modell hat und analysieren kann ist dann
00:10:36: oftmals gar nicht unbedingt erforderlich? Also mit der Übung wird's weniger aber das
00:10:42: ist wie beim Sport oder bei Instrumenten die du beherrscht ähm aber ich bin sehr dankbar, dass ich
00:10:47: wirklich eine lange Lernphase da auch hinter mich gebracht habe und dann ganz tolle Zahntechnik,
00:10:52: die mir viele Ideen zusätzlich gegeben haben, ohne die wäre ich sicherlich da nicht sicherer
00:10:58: geworden. Auf der Patientenseite ist es ja so, dass die Patienten sich auch natürlich immer mehr
00:11:05: informieren immer mehr aufgeklärt sind, nimmst du da eine Veränderung wahr, dass man doch vielleicht
00:11:13: noch mal bisschen mehr erklären muss oder richtig stellen muss? Das hängt vielleicht auch mit dem
00:11:17: eigenen Auftreten ab, ich glaube schon, dass ich persönlich da eine Lernkurve auch mitgemacht habe,
00:11:24: während ich früher sehr viel oder zu viel technisch erklärt habe manchmal gibt's ja
00:11:30: das wichtige Sprichwort Rede als Arzt nicht zu viel, sondern höre besser zu ähm ist das das eine
00:11:37: und wir haben das dahingehend weiterentwickelt, dass ich mich unterstützen lasse in der Beratung
00:11:42: von einer sehr routinierten über 20 Jahre in der Praxis bei mir tätigen Kollegin, die auch den Ton,
00:11:49: die Emotion der Patienten vielleicht besser trifft also es sind dort auch Hürden, die man abbauen
00:11:56: kann wir haben ein Eingangsberatungsgespräch von von einer Stunde und natürlich kommen manche und
00:12:01: haben schon vom Zahnarzt vom Überweiser vielleicht eine Bohrschablone oder Planung dabei also das ist
00:12:07: total gemischt aber die Dame holt erstmal die Patienten ab, lässt die ankommen und in die
00:12:14: eigentliche fachliche Thematik komme ich dann im zweiten Schritt und dadurch haben wir vielleicht
00:12:18: schon eine gewisse Entspannung geschaffen und das ist glaube ich für den Patienten dann noch mal
00:12:22: leichter loszulassen oder Vertrauen zu finden, den Tipp den kann ich glaube ich gerne weitergeben.
00:12:28: Oftmals sind sie auch Patienten, die ja die die stark komprimitiert sind, wo man auch viel helfen
00:12:34: kann natürlich in derer Situation äh zahnlose Patienten oder Patienten wo eben die die Restzähne
00:12:40: nicht mehr in dem Zustand sind, dass man darauf bauen kann insofern hast du ja auch relativ früh
00:12:47: ähm die Konzepte der Sofortbelastung verfolgt jetzt ähm nicht nur im Unterkiefer, wo das ganze
00:12:55: aufgekommen ist sondern auch sehr früh ähm im Oberkiefer, wie sieht das so dein Konzept über die
00:13:02: Jahre aus deine Erfahrungen, wie greifen die Dinge da heute ineinander? Ich war sicherlich sehr mutig
00:13:10: mit vielen Dingen du hast angesprochen frühzeitig in die Implantologie eingestiegen, das hat auch
00:13:14: ein familiären Hintergrund dass ich da emotional immer schon die Patientenseite intensiv gefühlt
00:13:20: habe, Mutter ist zahnlos geworden und daher auch seit 30 Jahren in der eigenen Praxis Implantologie
00:13:26: intensiviert und ich ich habe 97 angefangen im Oberkiefer Sofortimplantate zu setzen oder sofort
00:13:33: Belastungen zu machen, muss man unterscheiden, manchmal war das der Zahn schon länger draußen und
00:13:40: habe am gleichen Tag die kunststoffprovisorische Brücke eingesetzt, zementiert und das war für
00:13:48: den Oberkiefer sicherlich sehr sehr mutig weil international hier zu wenig Datenlage vorhanden
00:13:53: war und vielleicht war ich ein bisschen der Zeit voraus, wir haben auf jeden Fall
00:13:59: Sicherheit gewonnen für die biologischen Kernpunkte, sage ich mal die zum Gelingen und
00:14:05: zur auch Implantat chirurgisch und prothetischen Erfolgsrate beitragen, im Oberkiefer habe ich die
00:14:12: Idee dabei verfolgt, dass der Knochen ja eine Zeit von drei Monaten für die Heilung braucht,
00:14:17: Weichgewebe aber auch und wir sind häufig mit den Abdrücken dann zu kurz in der Weichgewebsheilung
00:14:24: und meine Idee für den Oberkiefer war, dass man Papillen und und Weichgewebe, Pontic-Bereiche
00:14:30: parallel heilen lassen kann zum Knochen und sich dadurch optimierte, ästhetische Ergebnisse
00:14:36: schaffen kann natürlich mit operativen Feinheiten Bindegewebstransplantaten und Ähnlichem,
00:14:43: das ist tatsächlich unglaublich stabil also wir haben jetzt Fälle über 25 Jahre dokumentiert und
00:14:50: ähm ja also auch im Oberkiefer sehr ermutigend aber der Aufwand für das
00:14:55: ganze Team auch Ausarbeitung Provisorium oder Vorbereitung ist erheblich größer, das heißt,
00:15:01: das muss natürlich jetzt zeitlich finanziell irgendwo Berücksichtigung finden und das ist
00:15:08: heute nicht jeder Mann Sache also Patienten sind dann vielleicht geneigt auch Kosten dort
00:15:13: mal zu sparen und gehen die konventionelle Heilungsphase dann gerne von drei Monaten
00:15:19: in Kauf und auf den Unterkiefer bezogen habe ich eigentlich parallel zu Malo in in Portugal
00:15:26: zu seinem all in four Konzept fünf Implantate verfolgt, weil sie einfach in Deutschland nicht
00:15:32: freigegeben waren zu der frühen Zeit in den 90ern und ja die Erfolgsquote gibt uns Recht, wir haben
00:15:39: ähnlich wie in der Studie minimalste Verluste. Fünf Implantate im Unterkiefer, sechs im
00:15:46: Oberkiefer und fünf im Unterkiefer einfach weil ich vier Implantate bei Verlust eines Implantates
00:15:55: risikoreich sehe und deshalb dies fünfte Implantat gewählt habe, aus der frühen Sicht der 90er war
00:16:02: das für mich einfach noch mal Sicherheit. Jetzt haben wir über die Sofortbelastung im zahnlosen
00:16:06: Kiefer gesprochen, du hast aber wie wir wissen noch andere Konzepte über die bisher noch nicht
00:16:12: so viel bekannt wurde, kannst du uns da noch ein Beispiel dazu nennen? Also gutes Schlagwort
00:16:17: kann man sich leicht merken sind Mickey Maus Bohrungen um Knochen zu gewinnen und das werden
00:16:22: wir vielleicht noch mal intensiver beleuchten da ist noch nichts veröffentlicht, aber das ist z.B.
00:16:26: beim Einzelzahn oder bei mehreren benachbarten Zähnen kann man da aus den Regionen gut Knochen
00:16:31: gewinnen ich will es ja ein bisschen interessant halten ja wir haben immer wieder mal neue Konzepte
00:16:36: und Ideen, die ich mir einfallen lasse und im wichtigen Hintergrund ist, du hast es schön
00:16:42: beleuchtet, die Biologie der eigene Knochen, das Blut verstehen und und den Knochen lesen das ist
00:16:48: vielleicht abschließend noch wichtig nicht jedes DVT kann uns zeigen wie hart und fest Knochen ist,
00:16:54: ich muss mit dem Knochen einfach auch üben und ähm ja das ist ein Konzept was wir vielleicht
00:17:00: noch mal ein bisschen beleuchten dürfen. Der rote Faden in deiner OP-Technik mit dem Knochen
00:17:05: entsprechend umzugehen mit vermutlich möglichst scharfen Instrumenten um das Ganze vital zu halten
00:17:12: bei allem was du was du tust gibt's da noch mehr Dinge, die man einfach umsetzen kann wenn andere
00:17:21: eben auch so ein bisschen äh ja noch mehr der Biologie folgen möchten so wie du dir jetzt über
00:17:29: die Jahre erarbeitet hast mit viel Beobachten und Fühlen etc.? Also was ein wichtiger Punkt für mich
00:17:39: ist auch ein Anliegen, dass ich weitergeben möchte für andere Kollegen Röntgentechnik zeigt uns,
00:17:46: eben nicht die Dichte die Festigkeit die Härte des Knochens und eine Patientin hat es mal schön
00:17:52: beschrieben beim operieren sei ich im Flow und es ist sicherlich auch ein ein Geschenk,
00:17:59: wenn man seinen Beruf genießt das geht mir so da bin ich sehr dankbar und tatsächlich das Verstehen
00:18:05: der knöchernen Umgebung jedes einzelnen Patienten macht einem oder gibt einem viele Tipps wie man
00:18:13: richtig damit umgeht, wenn man einen sehr harten Knochen hat ist es wichtig dass dort Lebendigkeit
00:18:19: reinkommt, dass man ihn durchblutet, dass man ihn ein bisschen zarter behandelt,
00:18:24: während ein sehr sehr weicher Knochen ja ein bisschen Kompression braucht für die Festigkeit
00:18:29: also den Blick so ein bisschen zu schärfen für das Gefühl, das uns die Hände übertragen auf
00:18:35: die tollen Instrumente die ihr herstellt, das ist glaube ich noch mal ein großer Schritt den
00:18:40: jeder vielleicht für sich irgendwie noch mal ein bisschen fokussieren kann. Ja und was man heute
00:18:45: auch gelernt hat ist weniger fit, weniger Druck, weniger Drehmoment ist oftmals eben
00:18:56: mehr um eben ja die Biologie vielleicht besser fließen zu lassen? Das stimmt dies Einbluten von
00:19:03: ähm kleinen Spalten beispielsweise habe ich auch sehr frühzeitig bei uns im Konzept gehabt diese
00:19:09: ähm Lakunen die man eigentlich auch ein bisschen haben will nicht, nicht mit maximaler Kraft des
00:19:15: Implantat eindrehen, das ist sicherlich für ein Erfolg des Implantates sehr wertvoll.
00:19:20: Vielen Dank Ralf für die Impulse, die du gebracht hast und vielleicht können wir in
00:19:25: einer der kommenden Folgen das ein oder andere noch mal vertiefen. Sehr gerne.
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