Episode 12: Teil 1: Digitalisierung in der Zahnarztpraxis – Workflow und Patientenmonitoring
Shownotes
Die Zukunft der Zahnarztpraxen liegt in der Implementierung digitaler Workflows im Hinblick auf die Effizienz- und Effektivität-Steigerung. Diese Ansicht vertritt Dr. Frederic Hermann, Zahnarzt und M.Sc., mit eigener Praxis in Zug, Schweiz. Besonders viel Potential sieht er im Patientenmonitoring. Automatisiert werden digitale Daten in eine Cloud geladen und liefern durch die Anbindung und angedockte App-Applikationen Auswertungen und Befundberichte – so wie es heute schon bei KI-gestützten radiologischen Datenerhebungen möglich ist. Erfahren Sie Basics und Zukünftiges im VOI Interview.
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Transkript anzeigen
00:00:03: Wir freuen uns heute Frederic Hermann bei uns im VOI-Studio begrüßen zu dürfen. Dr. Frederic
00:00:09: Hermann Zahnarzt und MSC im Bereich Clinical Dental CAD/CAM gründete seine Praxis 2007 im
00:00:15: Zug in der Schweiz, mit der Mehrbehandlerpraxis deckt er nahezu das gesamte Therapiespektrum
00:00:20: der zahnärztlichen Bereiche ab, du siehst die Zukunft in der Zahnarztpraxis der Implementierung
00:00:25: der digitalen Workflows und im Hinblick auf die Effizienz und Effektivitätssteigerung im
00:00:30: Sinne der Patienten für ein maximal gutes Endergebnis. Darüber werden wir heute mit
00:00:34: dir diskutieren. Ich freue mich sehr auf die Fragen und auf die Diskussion. Frederic dann
00:00:39: starten wir gleich mit der ersten Frage welche Relevanz besitzt der digitale
00:00:44: Workflow im Rahmen der implantologischen Therapieplanung bei dir? Ziel ist es heute,
00:00:48: dass wir mit den digitalen Techniken am ersten Behandlungs- und Diagnosetermin eigentlich
00:00:54: ein komplettes virtuelles Planungsmodell, ein virtuelles Abbild unserer Patienten schaffen,
00:00:59: das bedeutet, wir sammeln Daten im Bereich von interoralen Scans, von DVT Datensätzen,
00:01:04: bei ästhetischen komplexeren Fällen werden auch 3D-Gesichtscans oder funktionelle Analysen noch
00:01:10: mit implementiert und eigentlich zu einem virtuellen Diagnosemodell zusammengesetzt,
00:01:14: das heißt selbst wenn der Patient die Praxis wieder verlassen hat, sind wir in der Lage an
00:01:18: diesem Therapiemodell dann eine Therapieplanung und Therapiesimulation im Vorfeld durchzuführen,
00:01:24: das heißt wir können sehr genau planen wie wir prothetisch ausgerichtetes Implantat platzieren,
00:01:30: ob wir Knochen augmentieren müssen, Weichgewebe augmentieren müssen und welche strategische
00:01:35: Ausrichtung wissenschaftlich Evidenz basiert wir heranziehen, das heißt durch diese exakte
00:01:40: Simulationen lassen sich im Vorfeld auch besser die Therapiesequenzen planen,
00:01:45: wir haben mehr Therapiesicherheit und wir können auch die Materialkosten,
00:01:49: die wir für die Behandlung brauchen im Vorfeld auch besser planen und abschätzen und letzten
00:01:55: Endes gibt dann auch diese Therapiesimulation eine gewisse Patientensicherheit und Therapiesicherheit
00:02:01: am Schluss. Patientensicherheit inwiefern? Patientensicherheit im ersten Schritt auch
00:02:06: durch Vertrauensgewinn, das heißt im Bereich der Patientenaufklärung setzen wir z.B. auf
00:02:12: visuelle Darstellungen, das heißt wir machen Fotodokumentation konventionell,
00:02:16: ich mache Videosequenzen, die wir parallel zum interoralen Scannen aufnehmen, setzen
00:02:21: wir ein zur Patientenaufklärung auch natürlich das dreidimensionale digitale Patientenmodell
00:02:27: wird eingesetzt um den Patient eigentlich visuell die jeweilige Therapie erklären zu
00:02:32: können und hier gibt es in letzten Jahren sehr viel Untersuchung die zeigen, dass gerade diese
00:02:36: visuelle Aufklärung beim Patienten sehr viel mehr eigentlich zu Wissenstransfer
00:02:41: und zum Verständnis unserer Therapie führt und dadurch natürlich auch ein Vertrauensgewinn dann
00:02:46: zu unseren Therapien eigentlich herbeigeführt wird. Jetzt ist natürlich das mit der digitalen
00:02:53: Infrastruktur immer so ein Thema, wie bist du damit umgegangen? Natürlich bedingen die
00:03:01: anfänglichen hohen Anfangsinvestitionen in ja in die Infrastruktur und die Ausbildung
00:03:07: ein nicht zu unterschätzenden ja eine nicht zu unterschätzende Hürde, sind die einmal getätigt,
00:03:13: das heißt man hat die Investitionen getätigt in vielleicht Interoralscanner, Software auch ein
00:03:18: DVT, dann ergeben sich sehr effiziente und auch effektive Behandlungsabläufe in der zahnärztlichen
00:03:24: Praxis, das bedeutet wir sind in der Lage im Vorfeld schon eben anhand dieses Datenmatches
00:03:30: zwischen Zielplanung, prothetischer Zielplanung mit Interoralscan und auch Matchen mit dem DVT
00:03:36: Datensatz dann ein virtuelles Planungsmodell zu erstellen, wo wir prothetisch orientiert die
00:03:42: Implantatposition planen können, davon ausgehend sind wir in der Lage dann auch kostengünstig auf
00:03:47: digitalen Wege Bohrschablonen zu erstellen auch mit Hilfe von künstlicher Intelligenz sind Designs
00:03:53: heutzutage möglich und im nächsten Schritt können diese Bohrschablonen dann auch auf Wunsch inhouse
00:03:58: in der Praxis hergestellt werden, entweder über ein Fräsverfahren oder auch ein 3D-Druckverfahren
00:04:04: in der Praxis. Wenn wir weiterdenken, wir implantieren mit Hilfe dieser Schablone,
00:04:10: dann haben wir auch die Möglichkeit mit den modernen Scannergenerationen,
00:04:13: den puderfreien Scannern heute auch schon intraoperativ die Implantatposition zu scannen,
00:04:18: das wiederum gibt uns Möglichkeiten später vielleicht bei der Freilegung einen individuellen
00:04:23: Gingivaformer einzusetzen, in der ästhetischen Zone unser Emergenzprofil schon ausformen zu
00:04:28: können oder aber auch vielleicht direkt die finale Rekonstruktion sogar schon zu finalisieren, danach
00:04:35: haben wir die Möglichkeit natürlich auch den digitalen Workflow noch in die Fertigung hinein
00:04:40: weiterzuziehen, das heißt auch in den CAM-Bereich, das heißt in die Herstellung des Zahnersatzes, das
00:04:45: heißt kleinere vielleicht einfachere Strukturen sind chairside, komplexere Strukturen dann im
00:04:50: Zusammenarbeit mit dem Labor sehr kosteneffizient mit der CAD/CAM Technologie umzusetzen. Darf ich
00:04:56: da noch mal ganz kurz auf die Bohrschablonen zurückkommen? Sind die immer sicher? Natürlich,
00:05:03: wenn wir schauen und auch in der Literatur schauen und den Hintergrund uns ansehen, dann wissen wir,
00:05:08: dass jegliche Verwendung einer Bohrschablone zu einem besseren und präziseren und sicheren
00:05:13: Behandlungsergebnis führt, im Vergleich zu einer konventionellen, Freihand-Platzierung
00:05:18: des Implantates. Nichtsdestotrotz wissen wir, dass Unterschiede da sind z.B. digital gefertigte
00:05:24: Bohrschablonen, digital designed, 3D gedruckt sind z.B. noch präziser als die analog, auf dem
00:05:31: analogen Weg hergestellten Bohrschablonen, aber wir wissen auch auf der anderen Seite und da ist
00:05:36: deine Frage berechtigt, dass Bohrschablonen nie eine 1:1 Transfer von unserer virtuellen Planung
00:05:42: dann in den operativen Situs eigentlich bedingen, das heißt wir müssen immer auch kritisch mit den
00:05:47: Bohrschablonen umgehen, kritisch bedeutet, ganz konkretes Beispiel in der Praxis, wir nehmen dann
00:05:54: nach der ersten guided Pilotbohrung die Schablone ab, nehmen dann eine stumpfe Implantatsonde,
00:05:59: testen, verifizieren noch mal die erste Pilotbohrung, das heißt wir kontrollieren
00:06:03: die Tiefe, kontrollieren die Stimmigkeit der Position mit einem Parallelisierungspin kann
00:06:09: dann noch mal die Achse auch geprüft werden und wenn wir dann wissen, dass diese erste Bohrung
00:06:14: auch sinnhaftig ist, der Planung entspricht, dann können wir eigentlich die Schablone wieder
00:06:19: aufsetzen und die ganze weitere Bohrsequenz dann entsprechend fortführen aber diese erste Kontrolle
00:06:25: einer Bohrschablone, die ist eigentlich Pflicht in meinen Augen, damit wir eben Planungsfehler oder
00:06:30: mögliche Planungsfehler auch noch mal verifizieren können, das heißt zusammengefasst wir sollten
00:06:34: nicht blind einer Schablone vertrauen, sondern immer auch diese ja mit gesunden Menschenverstand
00:06:40: noch einmal kritisch verifizieren. Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass Einsteiger sagen ich
00:06:46: habe eine Bohrschablone ich kann implantieren es passiert mir nichts, wie würdest du damit umgehen?
00:06:54: Also da ist schon mal positiv, wenn ein Einsteiger sagt ja ich verwende eine Bohrschablone,
00:06:59: denn so sollte es sein wir sollten also heute eigentlich nicht mehr ohne Bohrschablone und an
00:07:05: eine Implantation heranwagen. Ich weiß es ist eine sehr provokative Aussage, sicherlich wenn wir viel
00:07:10: Erfahrung haben über Jahre Experten auf unserem Gebiet sind, sind wir selbstverständlich in der
00:07:15: Lage Implantate auch gut prothetisch orientiert, freihändig zu inserieren aber speziell Einsteiger
00:07:21: in der Implantologie, die mit dieser Disziplinen beginnen, dort plädiere ich sehr dafür auch
00:07:27: diese Bohrschablonen zu verwenden, nur wie wir gesagt haben ist der kritische Umgang mit den
00:07:32: Bohrschablonen sehr wichtig, das heißt ich muss wissen, wer hat die Bohrschablonen geplant, wer
00:07:38: hat die Bohrschablonen designt und wer hat sie am Schluss auch verifiziert und abgenommen, das heißt
00:07:43: delegiere ich dieses Verfahren z.B. an ein lokales Labor, dann brauche ich natürlich entsprechendes
00:07:49: Wissen, hat der Techniker dieses Wissen, den Hintergrund, läuft die Planung, die Produktion der
00:07:55: Schablone auch auf hoher Qualität ab, das heißt hier sind wahrscheinlich sehr große Varianzen
00:08:01: zwischen den einzelnen Fertigungsprozessen, auf der anderen Seite gibt es externe Dienstleister
00:08:06: wie z.B. DEDICAM, die es uns ermöglichen dann Bohrschablonen auf wirklich verifizierten
00:08:11: qualitativ reproduzierbar hohem Niveau herzustellen und dort ist auch immer wichtig,
00:08:16: dass der behandelte Zahnarzt die Verantwortung überträgt, das heißt am Schluss ist der Behandler
00:08:22: oder die Behandlerin, die die Verantwortung dann auch für die Bohrschablone übernimmt, es bedeutet,
00:08:26: dass auch Einsteiger hier Hintergrundwissen haben müssen, wie die entsprechende Planungskriterien
00:08:33: sein sollten, wo die Implantate perfekt stehen, wie das spätere Emergenzprofil aussehen soll
00:08:39: und ja wo wir prothetisch orientiert auch die Implantate ausrichten, das heißt es insgesamt
00:08:45: natürlich schon ein komplexes Verfahren, wo wir Hintergrundwissen von prothetischen Faktoren,
00:08:50: chirurgischen Faktoren brauchen, um dann die Entscheidung auch zu treffen und eine solche
00:08:56: Bohrschablone dann auch korrekt designen und herstellen zu können. Und was muss man jetzt dabei
00:09:01: beachten, wenn man zwei Implantate nebeneinander positioniert? Also zwei Implantate nebeneinander
00:09:07: wäre die klassische Indikation in einer Schaltlücke oder Freiendsituation beispielsweise
00:09:12: und wenn wir hier die Risikoklassifizierung z.B. nach den SAC Kriterien heranziehen, dann haben
00:09:18: wir in solchen Klassifikationen per se schon sehr anspruchsvolle und komplexe Ausgangssituationen,
00:09:23: bedeutet wir müssen die Implantate prothetisch dort zueinander und auch zu den Nachbarzähnen
00:09:28: aus so ausrichten, dass an der perfekt prothetisch orientierten Position stehen, gleichzeitig aber
00:09:34: auch Abstände die Mindestabstände zu den Nachbarzähnen von mindestens 1,5
00:09:39: mm Mindestabstände zwischen den Implantaten von mindestens 3 bis vielleicht 4 mm einhalten und
00:09:46: auch eine stabile zirkumferente Knochendeckung um die Implantate herum ermöglichen. Denn gerade die
00:09:53: Platzierung der Implantate zueinander ist ein sehr kritischer Faktor, stehen die Implantate zu eng an
00:09:58: einander können sich die Resorptionstrichter, die sich beim bone remodeling, bei der
00:10:03: Osseointegration, Freilegung der Implantate bilden, dann überlagern und auch zu einer
00:10:07: Resorption dieses interimplantären Knochenpeaks führen, wodurch dann die architektonische Stütze
00:10:13: des Weichgewebes zwischen den Implantaten fehlt, das heißt unsere Pseudopapille, die sich zwischen
00:10:18: zwei Implantaten ausbildet, findet keine Stütze mehr und das kann z.B. dann gerade zu ästhetischen
00:10:23: Beeinträchtigungen im Frontzahnbereich führen, das heißt die exakte Positionierung oder der
00:10:28: exakten Positionierung kommt speziell bei zwei einzelnen Implantaten in einer Schalt- oder freien
00:10:34: Situation eine sehr große Bedeutung zu. Unter dem Hintergrund, warum werden denn in Deutschland ca.
00:10:43: nur 5% der Implantatfälle mit Bohrschablonen inserieren? Ja wenn wir überlegen, dass wir
00:10:49: heute das Jahr 2024 schreiben, wir über künstliche Intelligenz sprechen, Digitalisierung sprechen,
00:10:56: dann ist natürlich sehr verwunderlich. Die Erklärung ist sicherlich darauf zurückzuführen,
00:11:01: dass immer noch der alte konservative, analoge, sehr zeitintensiv und kostenintensive Weg in
00:11:07: den Köpfen der Kollegen haftet, das bedeutet wir müssen eine Schablone herstellen, der Patient geht
00:11:12: mit der Schablone zum Röntgen, nach dem Röntgen wird diese Röntgenschablone dann umgearbeitet
00:11:17: zu einer Bohrschablone und wieder in die Praxis geliefert, das heißt wir haben sehr viele Wege,
00:11:21: sehr viel Kommunikationszeit und am Schluss natürlich ein sehr sehr zeitintensives und
00:11:25: kostenintensives Verfahren. In vielen Praxen bleibt im hektisch Alltag dafür keine Zeit
00:11:31: und auch zu delegieren sind diese Dinge manchmal sehr schwierig, das bedeutet hier,
00:11:36: dass wir wirklich einen effizienten Weg suchen, wie wir zeiteffizient und auch kosteneffizient
00:11:42: dann zu einer solchen Bohrschablone kommen und da kommen wir wieder zurück zum digitalen Workflow,
00:11:48: denn diese digitalen Workflows bieten uns eben über Interoralscan, prothetisches Waxup, digitales
00:11:55: Waxup in dem Planungsprogramm und Matchen mit dem Dicom Datensatz des DTV eben die Möglichkeit dann
00:12:01: prothetisch orientiert die Implantate vorher planen zu können und ausgehend von dieser
00:12:06: digitalen Planung, die wir übrigens selbst in der Praxis auch leicht durchführen können, dann
00:12:11: auch Bohrschablonen entsprechend zu generieren, da geht ja auch die Medizin Zahnmedizin hin, dass wir
00:12:17: Patienten individuell abgestimmte Therapiekonzepte finden und da bietet der digitalen Datensatz
00:12:23: eine hervorragende Möglichkeit. Gibt's noch weitere Vorteile aus dem digitalen Workflow?
00:12:28: Das ganz große zukunftsfähige Feld verbirgt sich dann hinter dem Patienten-Monitoring,
00:12:34: das heißt, dass wir Daten sammeln und Daten dann zeitlich übereinanderlegen, das heißt verschiedene
00:12:40: Interoralscans zu verschiedenen Zeitabständen übereinandersetzen, das heißt Jahr 1 wenn der
00:12:45: Patient die Praxis betritt, Recall Jahr 2, Jahr 3, Jahr 4 und dann können wir eigentlich die
00:12:51: vierte Dimension in diese 3-dimensionalen Scans hineinbringen, die vierte Dimension ist das
00:12:56: Zeitgeschehen und wir können dann Veränderungen sichtbar machen zwischen diesen einzelnen
00:13:00: Scandaten, also z.B. sind Zähne gewandert, sind Zähne gekippt, rotiert, haben Lücken sich verengt,
00:13:07: haben wir Elongationen der Zähne oder haben wir vielleicht ein Patient vor uns, der unter
00:13:12: Proxismus leidet, das heißt wir sehen Abrasionen, vielleicht auch Attritionen, Erosionsthematiken,
00:13:18: das heißt die ganze Abnutzung der Zahnstruktur der Zahnhartsubstanz, aber auch im Weichgewebe
00:13:23: haben wir Möglichkeiten Auswertungen zu finden, das heißt wir können messen, sehen automatisiert
00:13:29: uns die Rezessionen des Patienten anzeigen lassen, das heißt sehen welche Zähne vielleicht jetzt
00:13:35: zunehmende Rezessionstendenzen im Weichgewebe, zeigen wo wir vielleicht einen Volumenverlust
00:13:40: nach einer Augmentation erlitten haben, wie sich das Volumen über die Zeit entwickelt, wie
00:13:45: entwickelt sich vielleicht unser Weichgewebsscraft über die Zeit, natürlich sind das viele Dinge
00:13:50: die auch wissenschaftlich genutzt werden können, für Forschungszwecke heute schon genutzt werden,
00:13:55: aber die wir auch in der Praxis tatsächlich als Prognose nicht nur als reine Diagnostik-Aussagen,
00:14:01: aber als Prognoseeinschätzung für die Zukunft der Patienten heranziehen, das heißt sehe
00:14:05: ich in diesen Scans eine Tendenz zu zunehmender Abrasion oder zu zunehmender Weichgewebsrezession,
00:14:11: dann kann ich möglicherweise objektiv und das war bisher rein vielen Fällen subjektiv, objektiv dann
00:14:18: eine Aussage treffen und weiß ja, ich muss diesen Patient jetzt individuell spezifisch dann einem
00:14:23: Therapie oder Präventionskonzept dann zuführen und da wird die Zukunft sicher sehr sehr spannend
00:14:30: werden. Das ist ja dann auch noch mal so ein Stück weit die Selbstkontrolle für deine Therapie, was
00:14:36: mache ich, ja wie schlägt es an? Also bisher waren das natürlich Fotoaufnahmen, also wer viel in
00:14:41: der Praxis fotografiert, dokumentiert, der sieht natürlich auch auf diesen zweidimensionalen Fotos
00:14:46: schon die Entwicklung seiner Fälle, also gerade in der Implantologie, natürlich wie entwickelt sich
00:14:52: das Weichgewebe um die Implantate bekomme ich eine Rezession dort oder wie war meine chirurgische
00:14:58: Technik haben sich Narben gebildet oder nicht also man lernt sehr sehr viel natürlich über
00:15:03: diese Dokumentation, aber wichtig ist natürlich vielleicht noch mal zusammengefasst, dass wir
00:15:08: automatisierte Programme haben, die uns sag ich mal auf Knopfdruck diese Daten liefern, denn wir
00:15:14: haben im hektischen Praxisalltag nicht die Zeit, vielleicht auch bei zunehmender Patientenanzahl
00:15:19: in unserem Praxis, dann wirklich uns zeitlich natürlich mit diesen Auswertungen zu beschäftigen,
00:15:24: das heißt der Wunsch ist da, dass diese Programme natürlich automatisiert die Daten eine Cloud
00:15:29: nehmen sich automatisiert die Daten abgreifen und wir dann quasi angedockte App-Applikationen haben,
00:15:36: die uns dann diese Auswertung sozusagen liefern und auch vielleicht dann einen Befundbericht
00:15:42: liefern, so wir schon bei der KI gestützten radiologischen Befundung kennen und damit wir
00:15:48: dann diese Daten eben zu einem kompletten Aussage und Prognosemodell zusammenführen
00:15:53: können. Frederic vielen herzlichen Dank für diese Ausführungen. Sehr gerne freue mich sehr.
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